aus: Richtlinien zur Erprobung Evangelische Religionslehre NRW, 1998
Aktionen
* Leserbrief schreiben * Wunderbares entdecken * Material aus der Infothek / Bibliothek besorgen * Quiz durchführen * Phantasiereise * Besuch einer Expertin oder eines Experten, z. B. Gefängnispfarrerin oder Gefängnispfarrers * Konfliktfall im Betrieb durchspielen / lösen * Zeitungen befragen * Beitrag für die Schülerzeitung schreiben * Demonstrationen * Bedürftigen helfen * Jemandem eine Freude bereiten * Aktion "Ökologie in der Schule" * Befragung * Literaturtisch * Mind-Mapping * Rollen- und Planspiel * Fallbesprechung * Selbsterfahrungsübung
Dokumentationen
* Eine Zeitleiste der Religionen erstellen * Einen Info-Korb Islam/Judentum machen * Infomappe * Fotodokumentation * Ton-Diareihe * Ausstellung * Wandzeitung erstellen * Erfahrungsberichte anfertigen und präsen tieren * Videofilm * Traumbuch führen * Infostand - Gestalten * Tafelbild erstellen * Sketch * Jute-Taschen bemalen * Biblische Geschichten umschreiben (verfremdet in die heutige Zeit ) übertragen * aktuelle Texte (Zeitung etc.) in biblische Sprache übersetzen * eigene Bilder auf Folie brennen * Texte drucken * Sprühwand aufstellen * T-Shirt bemalen * Portraits von Klassenkameraden erstellen * Spiel erstellen * Kurzfilm drehen * Hörspiel aufnehmen * Bilder malen * Collage erstellen * Plastik gestalten * Fotos machen * Gedichte schreiben * Lieder texten und vortragen * Hochzeits-/Geburts-/Todesanzeigen gestalten
Veranstaltungen
* Schulgottesdienst * Podiumsdiskussion / Hearing * Musikveranstaltung * Weihnachtsbasar * Theaterwerkstatt * Solidaritätsfest - Exkursionen / Unterrichtsgänge * Ausbildungsplätze erkunden (andere Bran che / Betriebe) * Kirche - Moschee - Synagoge besuchen * Telefonseelsorge * Kloster * Arbeitslosenzentrum * Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) * Referat für kirchliche Ausländerarbeit * Behinderteneinrichtung * Kirchentag * Schuldnerberatung * mit dem Rollstuhl die Stadt erkunden * als Nichtseßhafter verkleidet betteln * als Ausländer verkleidet durch die Stadt gehen
1 Themen und Kennenlernen. Kennenlernübungen führen zu Themen. Jeder hat ein Thema, ein Interesse... Worüber wollen wir gemeinsam reden ? Zur Findung von Themen:
2 Namen anschreiben - Herkunft Bedeutung wie finde ich ihn ? Wie haben andere ihn benutzt? Wie will ich hier hier angeredet werden ? Arbeitsblatt : Mein Name und wie will ich hier angeredet werden ?
3 Eigene Ziele nennen als Lehrperson. Globalziele Wünsche als L. artikulieren. Was will ich auf jeden Fall und wie will ich hier arbeiten ?
4 Befragung der Lehrperson Religion - Was ich immer schon mal wissen wollte... Wie stehen Sie zu ...?
5 Qualifikationen / Ziele aus Richtlinien. Dazu Themen finden lassen . ( NRW : "mitteilen - wissen - diskutieren - machen - hoffen" - auf verschiedenfarbigen Zettel - in Datenbank sortieren lassen von S.)
6 Bilder werden zu Themen: Aus gleicher Bilderserie Gruppen wählen lassen: Unser Bild - es spricht uns an. Wir möchten uns aussprechen über ...
7 Fragebogen: Bisheriger RU / Relilehrperson. Was erwarten Sie vom RU ? Was möchten Sie hier lernen ? Welche Hindernisse sehen Sie ? Beispiel: Arbeitsblatt zum RU - aus BRU1
8 Implussätze: Ich hoffe hier werden wir nicht ... Zum RU gehört für mich ... In unserer Gruppe fühle ich mich wohl, wenn ... Von den anderen wünsche ich mir ... Ich möchte gerne einmal sprechen über...
9 Zitate / Textposter : Welches Thema Ihre Meinung . Zitate hier Lebensweisheiten
10 Wahl aus Listen: Lehrpläne;Rel.bücher; Eigene Listen. Wählen lassen - Abstimmen oder gewichten ? Es sollten möglichst alle Vorschläge wenn möglich berücksichtigt werden
11 Meine Träume vom Leben : Welche habe ich noch - Themen finden daraus
12 Mein geheimes Thema und die Gruppe ; Ich habe ein Thema - ein Sachliches. Was beschäftigt mich persönlich ? Aufschreiben nur für mich - als Frage (10Min) Nicht vorlesen!!: Was erlebt - was hier machen ?
13 Themenpyramide: Zettel - Vorgabe und freie In Pyramide legen lassen
14 Rundgespräch: Was fällt euch bei dem Wort Reli ein? Gemeinsamkeiten - Unterschiede
15 Erfahrungsaustausch: Meine Erfahrungen mit Religion. Religiöse Erlebnisse .Relilehrer und RU
TIPPS und Bedenkenwertes
16 Kein Schema: Selbst Art der Themenfindung wählen lassen : Wie sollen wir unsere Themen finden? Welche Wege versuchen - mehrere ?
17 Jede/r hat ein Thema. Es kommt nur darauf an Wege zu ihnen zu finden. Der Umweg, der Lust macht. Übung dazu : Mein Thema Nr. 12
18 Rahmenbedingungen beachten : Gruppensituation bekannt - unbekannt "Niveau" - Alter - Geschlecht - Beruf Größe - Zeit -
19 Vorgaben oder freie Wahl? Welche Vorgaben - Abmeldung. Evangelium und Zwang. Mitbestimmung gesetzlich ASchO ! Wie offen sind Vorgaben, wie eng Wahl
20 Abstimmen lassen: Vorsicht . Wo bleiben die Minderheiten ? Wo meine eigenen Wünsche ? Wie versuche ich die Balance ?
21 Nicht zu viele Themen wählen lassen. Nur Anfangsthema = Einstieg. Neues Finden = Zenrieren geschieht in jeder Stunde
Aus - und Fortbildung
22 Übung für Aus-und Fortbildung : Wie mache ich es... auf leeren Karten. Oder: unsortierte Karten vorgeben, dann Reihenfolge erstellen Ziel : Interdependenz erkennen
Arbeitsblätter für Lehrende und Lernende für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe II
Dietrich Horstmann
Wenn möglich : In zwei getrennten Schritten für Lehrperson und Lernende durchzuführen. Formen : Selbstreflexion, direkte Befragung oder stellvertretende Reflexion.
I. Persönliche Dimension - "ICH"
Generalthema : Wo betrifft das Thema den Einzelnen persönlich ? "anthropogene Voraussetzungen "
1. Meine spontanen Einfälle zum Thema -ungeordnet
2. Welche aktuellen Anläße haben das Thema hervorgerufen ?
3. Wo ist das Thema zuerst im Leben aufgetaucht? - Situationen, Erlebnisse, Szenen - eigene , konkret
4. Welche Gefühle haben diese Erlebnisse begleitet ? - damals ......? - wie erlebe ich das heute ? (Gefühle wie : Wut, Abscheu, Trauer, Angst, Freude, ... ) - In welche Ambivalenzen führt mich das Thema ?
5. Welche Phantasien löst das Thema aus ? Größe, Ohnmacht, Wünsche, Illusionen
6. Welche Bilder und Symbole fallen mir ein ?
7. Wo berührt das Thema meinen persönlichen Glauben - meine Zweifel?
8. Welche Erfahrungen verbinden sich mit dem Thema ? (Erfahrungen sind verarbeitete Gefühle und Erlebnisse)
9. Welche persönlichen Einstellungen/ Meinungen/ Urteile/ Vorurteile habe ich zum Thema ? Wie fest - wie unsicher bin ich ? Was steht für mich fest ?
10.Welche Kenntnisse habe ich, die mich persönlich weitergebracht haben ?
Zentrierungsvorschläge:
- Was ist bedeutsam für mein persönliches Wachstum ?
- Was möchten wir - Lehrperson und Lernende - an wirklich Wichtigem: gefühlsmäßig äußern, mitfühlen, mitteilen, von anderen erfahren an Gefühlen, Erlebnissen, Erfahrungen, Urteilen, Meinungen..?
- Was sind die persönlichen Unterthemen und das Generalthema für mich und diese Lerngruppe ? Auf Polaritäten achten und als persönliches Lernthema formulieren
II. Die Gruppe und das Thema - "WIR"
Soziokulturelle Analyse
Generalthema : Welchen Sitz in meinem Leben / der Jugendlichen
hat das Thema und was bedeutet dies für die Stunde/die Reihe ?
1. Wie werden die Jugendlichen dieser konkreten Lerngruppe auf das Thema reagieren ? Ich stelle mir dabei drei Jugendliche vor... (begeisterter- gleichgültiger- ablehnender oder:. Riemans Grundformen : schizoid, depressiv,hysterisch,zwanghaft oder: Nähe-Distanz-Dauer-Wechsel)
2. Welche Spannungen wird es in der Lerngruppe auslösen? Was könnte das für Konsequenzen haben ?
3. Welches Lebensgefühl der Jugendlichen wird angesprochen?
4. In welchem sozialen Zusammenhang tritt das Thema auf ? Familie, Clique, Verein, Institutionen Schule, Betrieb, Kirche, Medien (=Sitz im Leben)
5. In welcher Rolle betrifft die Lerngruppe das Thema ? Als Mann, als Frau ? familiäre Rollen - als Kind -Erwachsener- Eltern Wo kommt es in meiner Berufsrolle vor ? Wo ist es für mich als Mitglied einer Religionsgemeinschaft bedeutsam ? Wie würde in einer kirchlichen Jugendgruppe mit dem Thema umgegangen ? Wie in einem Jugendgottesdienst?
6. Welche Bedeutung für die Zukunft dieser Lerngruppe hat das Thema ?
Zentrierungsvorschläge
- Wo ist der zentrale Sitz im Leben,wo es soziale Relevanz besitzt?
- Welche Erfahrungswelt sollte der Unterricht ansprechen oder bewußt vermeiden ?
- Was möchte ich als wirklich wichtig aufnehmen, überprüfen, durchschauen,
III. Thematische Aspekte - "ES" und Rahmenbedingungen
"Sachanalyse"
Generalthema: Welche gesellschaftlichen, politischen und weltweiten / kosmischen Bedingungen bestimmen das Thema ?
1.Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrifft das Thema :
Öffentliche Meinung,Medien Kirche, Politik, Grundorientierungen gesellschaftlicher Art ("progressiv-konservativ") Erde und weltweite Perspektiven
2. Welche Lösungen bietet die Gesellschaft an :
Wissenschaft, Religion/en, Konfessionen, politische Gruppen.
3. Welche Interessen spielen dabei eine Rolle ?
4. Welche weltweite Dimension hat das Thema ?
5. Welche Zukunftsbedeutung für die Erde hat das Thema
6. Welche Handlungsmöglichkeiten sehe ich für mich, für Gruppen,
für Großgruppen, Oekumene, angesichts dieser Bedingungen ?
7. Welche geschichtlichen Dimensionen hat das Thema ?
Traditionsbezüge
Zentrierungsvorschläge :
1. Von welchen Rahmenbedingungen ist die Bearbeitung des Themas abhängig ?
2. Auf welcher Realitätsebene ist das Thema vorwiegend lebendig, wirksam, aktuell ?
einen Schritt zurück mit Tastenkombination [Alt]+[Pfeil links]
Mich orientierenaus : Ev. Religionslehre in der Berufsfachschule ( BGJ/BFS ) - unveröffentlichten Vorbereitungen für einen Lehrplan - erarbeitet von Christa Ostermann, Helmut Goebel, Dietrich Horstmann, Dirk Seefeld
Mein Berufswünsche in der Kindheit
Phantasiereise
Mein Traumberuf heute
Partnergespräch
Rollenwechsel z.B. mir selbst aus der Perspektive des Anderen
einen Brief schreiben
Tagesuhr meiner Tätigkeiten
Uhr gestalten
Wochenplan meines gegenwärtigen Lebens
Plan entwerfen
Tagtraumgeschichten
erzählen im Partnergespräch
Traumprotokoll
führen
Stellenanzeigen
Collage erstellen
Mit einem Bild über mich selbst
meditieren
Eine Häufigkeitsverteilung meiner Grundgefühle wie Liebe, Haß, Angst, Freude,Hoffnung, Sti
in einem Farbkreis darstellen
Gefühle wie Angst, Zuwendung, Haß, Anerkennung, Hoffnung, Stolz
in einem Vertelungskuchen darstellen
Ärger- und Spaßtöpfe
auf einer Waage gewichten - Grafik
Meiner bisherigen Schulerfahrung ein "Gesicht" geben
Gesicht malen
Mein Name Herkunft und Bedeutung aus einem Namenslexikon
auf einem Poster für alle darstellen
Einen Steckbrief von mir selbst mit Bild und Unterricht
erstellen
Drei Stärken und drei Schwächen
in einer Bewerbung / einer Kontaktanzeige / bei Flirtlinedarstellen
Meinem bisherigen Leben
- einen Filmtitel geben
Meine Familie - wir im Wohnzimmer
in einem Symbol darstellen - als Foto oder gemalt
Angebote für Jugendliche in der Region
in einem Faltblatt darstellen - Schwerpunkt kirchliche Aktivitäten
Mich mit meiner Lieblingsmusik vorstellen - s. auch BRU 31
Symbol nach Halbfas S. 84 ff und Heumann - noch Ausführlicheres bei Bucher
1. Begriff: Wortbedeutung vielfältig - aus Etymologie keine sinnvolle Herleitung ( Bucher) , da erst in Neuzeit ein terminus technicus Bedeutungen : - to symbolon Kennzeichen,Markenzeichen, Merkmal symbolä Zusammensetzen, Zusammenwerfen, Beitrag zum Trinkgelage ho symbolos Merkmal später : christlich : Glaubensbekenntnis, Glaubenslehre Bekenntnis (Luther ) philosophisch Neuzeit : sinnenhaftes Erkenntnismedium
2. Geschichte : 1. Freud: "nur was verdrängt ist, bedarf der symbolischen Darstellung" "negativer" Begriff; Verdrängung der unbewußten Wünsche= meist sexuell Primitives nicht aufgekärtes Unverstandenes Religion ist "milde Neurose" Traumdeutung als Symboldeutung : ambivalent: einerseits universale Bilder andererseits subjektive Färbung ( kollektive und individuelle-geschichtliche Sicht nicht miteinander vermittelt )
2. Hacker: Symbolisierungen sind Mittel zur Distanzgewinnung : Wurzel der Wissenschaft
3. Lorenzer: Begriffliche Differenzierung des psychoanalytischen Ansatzes. sprachanalytisch Zeichen= bloße Benennung für bekannte Sachen Klischee=Verdrängtes, das zu "Starre" führt = Freuds Neurosen und Symbol Symbol=Brücke des Ichs zu Gefühlen = volles Erleben verdichtet sich in S. d.h. Symbolisierungen sind Leistungen des Ichs
4. Jung Symbole sind die elementaren Baustein der Träume, Mythen, Märchen und Riten Sie wurzeln im kollektiven Unbewußten = Disposition ( nicht vererbt! ) gesteuert von Archetypen = Grundkräfte (Impulse ), Kraftfeld, Gefäß Bereitschaftssystem Struktur des Gehirns angeborenes Schema ( Lorenz ) Potential für Vorstellungen Symbole sind die Sprache des Unbewußten ( Ontologisierung des Ubw. ) Zeichen sind rationalsierte Symbole ( z.B. Kreuz =Liebe) Individuelle Kräfte/ Typen : - Denken - Fühlen ( Lust-Unlust) - Empfinden ( Qualitätssin ) - Intuieren ( tieferer Sinn - Grundstimmung - innere Wahrnehmung ) Kollektive Kräfte ( Archetypen )= Inhalte des kollektiven Unbewußten - Schatten= destruktive - animus - anima = ( Sexualitätsprinzip - Stars - Hexen - gesitige Prinzipien ( gr0ße Mutter - Selbst ( Held - Ganzheit ) 5. Symbolischer Interaktionismus ( Mead, Gofman ) Symbole = Reiz in der Interaktion, - der Bedeutungen erkennen läßt - Sinn konstituiert - interpretiert d.h. ein weiter Begriff von S. 6. Ernst Cassierer: Philosophische Symbolische Formen sind alle Objektivationen des menschlichen Geistes ( Religion, Wissenschaft , Kunst ) da Wirklichkeit nie an sich darstellbar ist Stufenfolge Mythos ... Religion Symbole sind "Organe der Wirklichkeit" um sie sichtbar zu machen Der Mensch ist ein animal symbolitum idealistischer Begriff von Symbol ( alles Wirkliche ist S. )
7. PaulTillich: Mythos ist der Inbegríff derjenigen Symbole, in denen unmittelbar das Unbedingt-Transzendente angeschaut wird. Dh. Symbole sind die "Sprache des Glaubens" - es gibt keine andere Sprache f.d. Glauben das "Ergriffensein von dem, was uns unbedingt angeht" geschieht immer über Symbole Kennzeichen: - uneigentlich - selbstmächtig - anschaulich - allgemein anerkannt Unterscheidung: ungebrochene ( naive ) - gebrochene ( aufgekärte ) S. Differenzierte Begrifflichkeit
8. Paul Ricoeur "Symbole geben zu denken" - sind geschichtlich ( können absterben ) - bringt etwas in Gang - weist über sich hinaus - gibt an der Wirklichkeit teil Erweiterung des Umgangs mit Symbolen: von Symbolen ausgehend denken= interpretieren führt zu einer 2. Naivität. Ziel des Umgangs mit Symbolen ist "glaubendes Verstehen " - nicht Verdrängung oder
9. Peter Biehl: 6 Aspekte des Symbols: Kritische Symbolkunde 1. Hinweischarakter auf Gemeintes 2. Repräsentation des Gemeinten ( "Realpräsenz ") es verkörpert das Verborgene vergegenwärtigt Vergangenes ( Kreuz ) nimmt Künftges vorweg ( Lamm) 3. von der Gemeinschaft anerkannt = sozial eingebettet 4. geschichtlich u. gesellschaftlich bedingt ( nicht universal ! ) 5. Tiefere innere Wirklichkeit 6. Ambivalente Wirkung : ermutigen und Angst erzeugen
Baudler : Korrelationsdidaktik ( Bibel und Symbole ) Halbfas - Knechtle- Oser - Furrer: Erleben ist Basis der Symboldidaktik - deuten nur sekundär
1. Weihnachten kommt raus, wie ich zur Familie stehe
* distanziert * familienorientiert * cliquenorientiert * partnerorientiert .... Stichwort Familie: * Normativer Druck zur Friedlichkeit, * Wunsch nach besseren Beziehungen führt oft zu Enttäuschungen und Streit * Zwang zur Intimität * Unfähigkeit zu Feiern * Großfamilie - ambivalent : Einige mag - ich andere nicht.. * Alleinstehende sind dabei ( Tanten ... ). * 56 % der Frauen werden an W. geschlagen. * Kann ich meinen Partner mitbringen ?
2. Weihnachten kommt raus, welche Wertorientierungen ich habe
Abschied vom oder Integration ins Wertesystem der Herkunftsfamilie verbunden mit starken Gefühlsschwankungen ...Ablöseschmerzen
3. Themen für den Austausch im Gespräch mit den Jugendlichen ( TZI )
* Weihnachtsbräuche / Riten zu Hause - welche gibt es, welche finde ich gut , welche nicht ? Wie werde ich mich verhalten ? Heiligabend bei uns zu Hause - was wird da passieren ? Wie stehe ich dazu ? Was will ich beitragen zur Situation, was nicht ? * Weihnachten ein Geschäft für andere - was tue ich selbst - wieviel gebe ich aus- wieviel bekomme ich ? Was will ich verändern ? * Weihnachten biographisch - Was habe ich früher als Kind erlebt ? Wie erlebe ich es heute ? Wie werde ich es später mit eigenen Kindern feiern ? ( Weiterführendes Thema : Wie stehe ich zu mir als Kind ? ) * Heilig Abend in der Kirche - Welche Gefühle habe ich früher gehabt , welche heute ? * Wenn ich drei Wünsche für Weihnachten frei hätte, was würde ich mir wünschen ? Was kann ich tun, damit einer vielleicht etwas in Erfüllung geht ? * Schenken und beschenkt werden - was geht da ab ? Wie erlebe ich das ? Welche Geschenke finde ich gut ? Welche Probleme habe ich mit Schenken - mit Beschenktwerden ? Was schenke ich meiner Freundin / meinem Freund ? Womit beschenke ich mich selbst ? Was wünsche ich mir ? Was brauche ich wirklich ? Was tue ich, um Schenken zu genießen ? * Gemütlichkeit - ein Wort das es nur im Deutschen gibt - was meint es eigentlich ? Meine Lieblingsspeise an Weihnachten - was bin ich dafür bereit zu erdulden ? Ist der "Preis" dafür zu hoch ? * Verwandte - auf welche freue ich mich - auf welche nicht ? Weihnachten in der Disco - was ist anders als sonst ? * Der Sinn des Weihnachtsfestes - worin besteht er eigentlich ? Ursprünglich - später in der Geschichte - heute ? Was weiß ich- was möchte ich davon wissen ?
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35 Fragen
35 ( intime ) Fragen zum Kennenlernen im Partnerinterview
selten in der Lerngruppe als Ganzer im Plenum zu benutzen
Wichtig : Regeln beachten !
Regel 1 : Wer eine Frage stellt, muß sie selbst auch beantworten.
Regel 2: Der Gefragte kann sagen: "Ich passe. Das will ich nicht beantworten." ( evtl vormachen ! )
1. Was war Deine schwerste Krankheit ?
2. Was verabscheust Du am meisten ?
3. Deine Lieblingsfarbe
4. Was möchtest Du können ?
5.Was war für Dich die größte Schwierigkeit in einer Beziehung ? Partnerschaft ?
6. Meine Freizeit verbringe ich mit ...
7. Ab wann hast Du Dich wirklich erwachsen gefühlt?
8. Meine größte Enttäuschung war ...
9. Die glücklichste Zeit in meinem Leben war...
10. Wo ich mich immer wieder überfordert fühle ...
11. Ein Fehler von mir ist ....
12. Meine größte Angst ist ...
13. Wenn ich nocheinmal von vorne anfangen könnte, würde ich ...
14. Was mich in meinem Leben am meisten erschüttert hat ...
15. Wann war ich am aktivsten in meinem Leben...
16. Meine stärkste Wut hatte ich, als...
17. Die schwierigste Entscheidung meines Lebens war
18. Mein Traum vom Glück ist ...
19. Welche Fehler entschuldigst Du bei anderen am ehesten ?
20. Meine Lieblingsgestalt in der Geschichte ...
21.Wenn Du ein Tier wärst, welches wärest Du wohl ?
22. Meine schlimmste Schulerfahrung ist...
23. Wer oder was hätte ich sein mögen ?
24. Meine Taktik ist...
25. Was wäre mein größtes Unglück ?
26. Welche Musik hörst Du gerne ?
27. Was schätzt Du an Deinen Freunden am meisten ?
28. Welche Hobbies hast Du ?
29. Dein Hauptcharakterzug ...
30. Dein Traumberuf...
31. Was möchtest Du sein ?
32. Welche Eigenschaften schätzt Du an Deinem Partner /in am meisten ?
Die Denkfehler im HartzIV - Konzept - eine grundsätzliche Einschätzung zu Arbeiten und zum Wirtschaftssystem
Friedhelm Hengsbach , Prof . f. Kath.Soziallehre
ausführlicher in http://www.gegenblende.de/05-2010/++co++6f6f8f10-cbbb-11df-60c5-001ec9b03e44
* Ein grober Denkfehler besteht in der Individualisierung gesellschaftlicher Risiken. Massenarbeitslosigkeit, schwere Krankheit, Altersarmut und in einer patriarchalen Gesellschaft die Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht sind gesellschaftliche Risiken, deren Eintritt nicht den davon betroffenen Individuen angelastet werden darf. Der Appell an die Eigenverantwortung ist methodisch ein Fehlschluss, weil individuelle Erklärungsmuster an die Stelle gesamtwirtschaftlicher und gesellschaftlicher Analysen treten. Appelle an tugendsame, arbeitsorientierte Einstellungen laufen ins Leere angesichts von fünf Millionen registrierten und versteckten Arbeitslosen und weniger als einer Million offener Stellen. * Der zweite Denkfehler besteht darin, dass zum einen die Güter- und Finanzmärkte als logische Orte individueller Akteure mit extrem selektiven, ausschließlich monetären Interessen konstruiert werden, die dazu noch von der ursprünglichen Verteilung der Kaufkraft und vom angeblich individuellen Leistungsvermögen abhängen, und dass zum andern auf den „Arbeitsmärkten“ unter atomistischen Wettbewerbsbedingungen ein Tausch individueller Akteure, nämlich des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers zustande kommt. Beide Prämissen sind idealtypisch, aber wirklichkeitsfremd. Denn tatsächlich werden die Arbeitsverhältnisse von zwei kollektiven Verhandlungspartnern vereinbart. Und vor allem ist das Arbeitsvermögen keine Ware wie ein Gebrauchtauto. Sie ist für die abhängig Beschäftigten etwas Notwendiges, weil sie darauf angewiesen sind, durch die Überlassung ihres Arbeitsvermögens an einen fremden Kapitaleigner ihren Lebensunterhalt zu gewinnen. Gleichzeitig ist sie etwas ganz Persönliches, weil das Arbeitsvermögen nicht vom Subjekt der Arbeit getrennt werden kann, weil diejenigen, die ihr Arbeitsvermögen auf dem angeblichen Arbeitsmarkt anbieten, sich selbst einem fremden Willen unterwerfen müssen. * Der dritte Denkfehler besteht in der selektiven Deutung rein monetärer Bestimmungsgrößen des Arbeitsangebots. An den physischen und vor allem sozialpsychischen Folgen der Arbeitslosigkeit kann abgelesen werden, dass ein ganzes Bündel materieller, mentaler und gesellschaftlicher Motive die Arbeitslosen dazu anleitet, sich an der gesellschaftlich organisierten Arbeit zu beteiligen. Der Wunsch nach einer guten Arbeit, die ein angemessenes Einkommen bietet, die sicher ist und eine Lebensplanung in gelingender Partnerschaft erleichtert, die gesellschaftliche Anerkennung vermittelt und zur Entfaltung der eigenen Kompetenzen beiträgt, hat etwas mit der persönlichen Würde derer zu tun, die arbeiten. Es ist einzusehen, dass ein arbeitsloser ausgebildeter Ingenieur eine Arbeitsgelegenheit beispielsweise als Hausmeister eines KDie Denkfehler im HartzIV-Konzept rankenhauses akzeptiert, nicht jedoch als Garten- und Blumenpfleger in derselben Einrichtung. * Der vierte Denkfehler liegt in dem höchst fragwürdigen Maßstab der Produktivität, dem gemäß das wirtschaftliche Leistungsvermögen eines Arbeit suchenden Arbeitslosen, aber auch der meisten Erwerbstätigen ermittelt wird. Die gesellschaftlich höchst bedeutsame Leistung einer Person, die privat Kinder erzieht, den Haushalt besorgt und Kranke pflegt, gilt nicht als wirtschaftliche Leistung, wohl aber das Zählen von Banknoten eines Sparkassenangestellten. Wirtschaftliche Leistung wird definiert durch die Kaufkraft derer und ihre ursprüngliche Verteilung unter denjenigen, die eine solche Leistung nachfragen. In einem gemeinsamen Produktionsprozess kann der Anteil der einzelnen Erwerbstätigen an dem Endergebnis ihrer Arbeit eh nichtpräzise zugerechnet werden. Deshalb sind manche Formen der Entlohnung, die unter Druck einer Seite zustande kommen, rechtswidrig. Das gilt in der Regel für die 1 Euro-Jobs. * Ein fünfter Denkfehler besteht in dem Ausblenden von Marktmacht. Die moderne Arbeitsgesellschaft hat das Erbe der Feudalgesellschaft nicht abgestreift. Die Bauernbefreiung hat den Leibeigenen die freie Wahl des Wohnorts, der Partnerin und des Arbeitgebers beschert, aber auch den Verlust ihrer Existenzgrundlage. Die Feudalherren wurden jedoch nicht von ihrem Grund-, Sach- und Geldvermögen befreit. So gehören bis heutzutage einer Minderheit der Bevölkerung die Produktionsmittel, so dass diese die Wirtschaft in ihrem Interesse steuert, während die Mehrheit über kein anderes Vermögen als über das Arbeitsvermögen verfügt. Folglich ist eine strukturell ungleiche Verhandlungsposition beim Abschluss des angeblich freien Arbeitsvertrags geblieben. Der Arbeitgeber ist zwar auf fremde Arbeit angewiesen, um sein Vermögen rentabel verwerten zu können. Aber die Vereinbarung zwischen ihm und dem Arbeitnehmer erfolgt nicht auf gleicher Augenhöhe, sondern unter ungleichen Bedingungen. Der Arbeitgeber kann warten, der Arbeitnehmer steht unter Zeitdruck. Ungleiche Verträge sind in der Regel Zwangsverhältnisse und ungerecht. Dies gilt für den regulären Arbeitsvertrag, der nichtsolidarisch abgesichert ist. Und dies gilt erst recht für die Eingliederungsvereinbarungen, die den Arbeit suchenden erwerbslosen Bürgerinnen und Bürgern eines demokratischen Staates das Recht verweigern, eine Arbeitsgelegenheit, die ihnen angeboten wird, sanktionsfrei abzulehnen. * In der Phase des Finanzkapitalismus spitzt sich das Ausblenden dieser Schieflage wirtschaftlicher Macht zu einem sechsten Denkfehler zu. Die Unternehmen werden nicht mehr als Personenverband, sondern als Kapitalanlage in den Händen der Aktionäre gesehen. Die Finanzmärkte, die von Großbanken, Versicherungskonzernen und Kapitalbeteiligungsgesellschaften dominiert sind, kontrollieren die Unternehmen über eine reine Finanzkennziffer, den„shareholder value“, und die Aktienkurse. Die Manager bedienen ausschließlich die Interessen der Anteilseigner, die Interessen derer, die sich im und für das Unternehmen engagieren, nämlich Belegschaften, die Verbraucher und die öffentliche Hand spielen eine nachrangige Rolle. Gemäß der finanzkapitalistischen Logik werden die Anteile der Belegschaft, der natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen an der gemeinsam erarbeiteten Wertschöpfung als Kosten definiert und mit einem möglichst niedrigen Entgelt abgefunden, die Anteile der monetären Ressourcen an der Wertschöpfung nämlich das Fremd- und Eigenkapital werden mit dem Unternehmenszweck identifiziert und möglichst hoch entgolten. Wie sehr die Finanzmärkte die nationalen Regierungen zu erpressen imstande sind, ist an der rigiden Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, die zu den Hartz IV Regelungen geführt hat, ablesbar.
Kurzfassung aus : nachdenkseiten.de
Quelle: Gegenblende.de dort Langfassung
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0. Einladungen in die Schule – Leute aus den Einrichtungen einladen Unterrichtsgang Exkursion Einkehrtage 4. Projekttag I Projektwoche 5. Projektwoche außerhalb ( Jugendarbeit) 6. Unternehmungen im Freizeitbereich Reisen Fahrten
Religiöse und kirchliche Einrichtungen
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