Die Provokation, die Abneigungen, Gefühle und Vorurteile aussprechen zu lassen, ist gewollt: Nur so werden vorhandene Einstellungen sichtbar und - überhaupt erst bearbeitbar. Vorschnelle Moralisierung- Empörung - Belehrung - führt zu keinem Lernprozeß, bei dem die Lernenden selbst eine Bewertung vornehmen. Dies aber ist anzustreben: Vom Gefühl über die Wahrnehmung zur Abwägung zu kommen, bei der natürlich Position auch von der Lehrperson bezogen werden muß- aber begründet in Erfahrung, Lebensgeschichte und Grundhaltung. Gehen Sie rein in die Gefühls- und Erfahrungswelt der Jugendlichen. Ablehnung, ja Haß ist da- man kann ihn nicht einfach wegmoralisieren.
Aber lassen Sie die Jugendlichen sich selber fragen :
Warum habe ich solche Gefühle? Ist es menschlich nur den Gefühlen zu folgen ? Wovon sollte ein Mensch sich leiten lassen , wenn ein menschliches Zusammenleben und Frieden untereinander angestrebt werden ?
Meine These also ist: Wenn wir uns ein Stück weit in die Gefühlswelt - verstehend und einfühlend - hineinbegeben, haben wir eine Chance, weitere Schritte mit ihnen zu gehen.
1. Ich kann nicht leiden, wenn Deutsche/ Ausländer... 2. Mich stört, wenn Deutsche / Ausländer... 3. Ich ärgere mich, wenn Deutsche / Ausländer... 4. Ich wehre mich dagegen , wenn Deutsche / Ausländer... 5. Ich kann es nicht mehr aushalten , wenn Deutsche / Ausländer... 6. Ich werde wütend, wenn Deutsche / Ausländer... 7. Ich hasse es, wenn Deutsche / Ausländer... 8. Ich würde am liebsten,
Wie stark ist meine Abneigung ?
Kreuzen Sie auf einer Skala von 1 - 10 an, wie stark ihre Abneigung gegen Deutsche / Ausländer ist
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Auswertung:
Abneigung gegen Deutsche
von Deutschen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
von Ausländern
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Abneigung gegen Ausländer
von Deutschen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
von Ausländern
Fazit: Es gibt unter Menschen immer Sympathien und Abneigungen Gegenüber Fremden ist dies ganz normal Im Unterschied zu anderen Säugetieren ist der Mensch seinen Gefühlen nicht blind ausgeliefert Was tue ich, um meine Gefühle zu kultivieren ? Wie sollen wir - menschlich - mit unseren Abneigungen umgehen ?
1. Wieviele Ausländer leben in meiner Stadt / meinem Dorf ? 2. Wieviel Prozent sind das ? 3. Wie verteilen sich die Nationalitäten nach Prozenten ? - Türken - Italiener - Spanier - ... 4. Wie hoch ist der Anteil von Ausländern in Deutschland in Prozent ?
Vergleichen Sie die Zahlen miteinander und errechnen Sie den Durchschnitt in Ihrer Lerngruppe aus. Vergleichen Sie Ihre Schätzungen mit Zahlen der Statistischen Ämter - Heimatkreis und Deutschland - Benutzen Sie dazu das Internet.
Wie lassen sich die Ergebnisse des Vergleichs erklären ?
Wie sollen Ausländer und Deutsche zusammen leben ?
Eine Partnerarbeit Es gibt verschiedene Möglichkieten, wie das Zusammenleben von Deutschen und Nichtdeutschen gestaltet werden kann. Von den vielen Formen sind hier drei aufgezeigt.
1. Deutsche und Ausländer sollten jeder für sich leben, damit niemand eine fremde Kultur übernehmen muß 2. Wenn Ausländer auf Dauer in der BRD leben, sollten sie sich größtenteils anpassen, weil sie sonst immer Fremde und Außenseiter bleiben. 3. Wenn Ausländer in der BRD leben, müssen sie sich sowieso schon an viele Dinge anpassen, die hier anders sind. Deutsch sollten sie lernen. Mehr sollte man nicht verlangen, damit sie ihre eigene Identität nicht verlieren. Vielmehr sollte sich der deutsche Bevölkerungsteil bemühen die anderen Kulturen kennenzulernen und türkisch, griechisch oder andere Sprachen lernen.
Arbeitsaufgaben : Überlegen Sie zu zweit die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten Weg 1 :
Weg 2 :
Weg 3 :
Entscheiden Sie sich für einen Weg : Falls Sie verschiedener Meinung sind, arbeiten Sie alleine weiter
Begründungen für die Entscheidung: 1. Grund : 2. Grund: 3. Grund : Wir möchten dabei folgende Besonderheiten berücksichtigt wissen:
würde ich auf 3 Sachen - was typisch ist für mein Land - nicht verzichten wollen: - Sitten und Gebräuche, Typisches für mein Land, Speisen, Getränke, Feste, Veranstaltungen, Freizeitgestaltungen, Religion ...
Wenn Sie Ausländer sind, beantworten Sie diese Frage so, wie Sie es machen. 1. Warum ? 2. Warum ? 3. Warum ?
Fazit : Am wichtigsten ist für mich: Verzichten könnte ich auf :